Bremsweg – sicherer mit Winterreifen

Winterreifen sind Spezialisten für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen, Reifglätte, Eis und Schnee.

Anders als der Sommerreifen ist der Winterreifen wesentlich vielfältigeren klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Neben einer nassen oder trockenen Fahrbahn sind das vor allem Reifglätte, Eis, Schnee oder Schneematsch. Auch das Temperaturspektrum in dem sich der Winterreifen gut bewegen können muss, ist mit -20 bis +20 Grad größer als beim Sommerreifen. Bei winterlichen Witterungen zeichnet sich der Winterreifen durch eine größere Zugkraft, konstantere Seitenführung und besonders durch ein besseres Bremsverhalten aus.
Der Vergleich zeigt, dass der Winterreifen beim Bremsen auf Schnee bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50km/h ca. 31 Meter benötigt. Dem gegenüber braucht der Sommerreifen das Doppelte an Bremsweg, also 62 Meter. Ähnlich verhält es sich mit dem Bremsweg auf Eis: kommt der Winterreifen bei einer Geschwindigkeit von 30km/h bereits nach 57 Metern zum stehen, schafft es der Sommerreifen erst nach ganzen 68 Metern zum Stopp.

 

Spezialist Winterreifen

Die positiven Bremseigenschaften hat der Winterreifen der optimierten Laufflächenmischung als auch der Profilgestaltung zu verdanken.

  • Laufflächenmischung: Die Zusammensetzung der Gummimischung für die Laufflächen bei Winterreifen ist eine andere als die bei Sommerreifen. Durch den Zusatz von Silicia (verschiedenen Kieselsäuren) entsteht eine thermoelastische Mischung. D.h., dass der Gummi der Lauffläche auch bei sehr niedrigen Temperaturen flexibel bleibt. Der Reifen kann sich damit optimal an die Straßenoberfläche anpassen und hat durch den erhöhten Straßenkontakt besseren Grip und damit ein besseres Bremsverhalten.
  • Profilgestaltung: Der Winterreifen zeichnet sich im Vergleich zum Sommerreifen durch feine Einschnitte im Profil, den sogenannten Lamellen, aus. Bis zu 2000 der wellenförmigen Einschnitte sorgen für eine bessere Verbindung zwischen Reifen und losem Untergrund. Durch das Abrollen des Reifens werden die Lamellen auseinander gespreizt. Kommt das so geöffnete Profil nun durch die weitere Rollbewegung des Reifens mit dem Untergrund in Kontakt, kann es sich durch die Radlast in die Fahrbahnoberfläche eingraben. Diese Verzahnung sorgt sowohl für eine bessere Seitenführung als auch ein besseres Bremsvermögen.

Text: Theresa Knöferl

Infografik: Continental

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