Audi olé – Andalusiens Küste

Unterwegs mit dem Audi A5 Cabrio in Andalusien.
Die kräftigen Wölbungen über den Radhäusern ähneln den Flanken der schwarzen Stiere auf den Hügeln Andalusiens. Sie unterstreichen die quattro-Gene des neuen Audi A5 Cabriolets. Seine scharf gezeichnete wellenförmige Linienführung passt perfekt zum maurischen Erbe der Costa de la Luz, der schönsten Küste im Süden Spaniens.
Tour 1 : Jerez de la Fontera – Cádiz – Chiclana de la Fontera

Cádiz verbindet nur eine dünne Landzunge mit dem Festland am südwestlichsten Zipfel Spaniens. Die vom Atlantik umbrandete Stadt blickt auf eine 3000-jährige Geschichte zurück und gilt als die älteste Stadt Europas. Die Wirtschaft von Jerez ist traditionell geprägt von Sherry-Produktion, Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht, aber auch durch den Motorsport und die Formel-1-Teststrecke. Insbesondere die Aufzucht kraftvoller Stiere und Pferde hat in Andalusien eine lange Tradition. So geht die Feria del Caballo (Pferdemesse) sogar auf das Jahr 1284 zurück und war zunächst ein Viehmarkt. In der Festwoche Anfang Mai werden zahlreiche Veranstaltungen für Liebhaber des Pferdesports geboten: Springreitturniere, Dressurwettbewerbe, Pferde-Rallyes, Ausstellungen und Versteigerungen.

Vier Ringe und kein Pferdchen

Nun hat mein arablauer Audi zwar vier Ringe und kein Pferdchen auf dem Kühlergrill, aber er passt perfekt zum azurfarbigen Himmel Andalusiens und beeindruckt offensichtlich mit seiner markanten Schulterlinie, dem dreidimensional geformten Singleframe-Grill und den kräftigen Wölbungen über den Radhäusern die begeisterungsfähige Bevölkerung, die gerade in Feierlaune ist. Wenn Andalusier feiern, dann wochenlang! Insbesondere in Càdiz, umbrandet von den Wellen des Atlantiks. Vom Turm der weißen Kathedrale aus bieten sich herrliche Ausblicke über die weiße Stadt und das Meer. Jedes Jahr im Februar findet hier ein zweiwöchiges Flamenco-Festival statt. Und in der Altstadt ist zudem noch Karneval! Genau in den gerate ich irgendwie hinein. Saisonbedingt treffe ich auf jede Menge andalusischer Narren, die mich fürsorglich in ihre Mitte nehmen. Nach dem Bad in der Menge sorgt mein 2.0 TFSI Allradmodell mit ordentlichem Sound für einen stilgerechten Showdown und ich rausche über die knapp fünf Kilometer lange Brücke –- die EU-Bürger ca. 500 Millionen Euro gekostet hat – gen Süden, ins Nichts. Das elegante Bauwerk hat ein Teilstück, das sich öffnen lässt, falls in Zukunft Megaschiffe in den Meeresbusen einfahren wollen. Ich habe zwar weit und breit keines gesehen, aber kleine bunte Fischerboote im alten Hafen von Sancti Petri – etwas südlich von Càdiz. Dort bin ich für ein kurzes Shooting verabredet, bevor es ins Hotel Melià im berühmten Badeort Chiclana de la Frontera geht.


Zahara de la Sierra gehört zu den weißen Dörfern.
Das Sherry-Dreieck

Der Weinbau in der Gegend zwischen Sanlucar de Barrameda und Jerez de la Frontera hat eine 3000-jährige Tradition. Schon die Phönizier bauten Rebstöcke an. Und im römischen Reich war Wein ein wichtiger Exportartikel. Selbst in Zeiten der maurischen Herrschaft wurde nur ein Teil der Rebstöcke gerodet. Rosinen und Alkohol für medizinische Zwecke durften weiterhin produziert werden. Ende des 1587 überfiel Franzis Drake den Hafen von Càdiz, versenkte einen Teil der spanischen Armada und zog mit einer Beute von 2900 Fässern Sherry ab. Nachdem ein weiterer Versuch der Briten den Hafen von Càdiz zu erobern 1625 scheiterte, folgte ein friedlicher Ausbau des Handels mit Weinen aus der Region. Im 18. Jahrhundert begannen Engländer, Schotten und Iren mit Handelshäusern und eigenen Sherry-Kellereien: Garvey, Osborne, Sandeman, Byass, Williams und Humbert sind nur einige Sherry-Häuser britischen Ursprungs. Für die Produktion von Sherry dürfen nur drei weiße Rebsorten verwendet werden – nämlich Palomino Fino, Moscatel und Pedro Ximenez. Während Palomino und Moscatel im Mittelmeerraum aber auch in anderen Weinanbaugebieten z. B. in Südafrika kultiviert werden, hat der ursprünglich vom Rhein stammende Pedro Ximenez nur regionale Bedeutung in Jerez und Malaga.

Tour 2: Chiclana – Barbate – Vejar de la Fontera

Zwischen romantischen Städtchen laden einsame Strände zum Baden ein.
Wer von Conil oder Vejer auf den Atlantik schaut, begleitet die Reise der Thunfische in Richtung Gibraltar und dann weiter nach Afrika. Viel Mut lässt mich das Stoffverdeck bei Wind und Tempo 50 per Knopfdruck öffnen. Einmal drücken – und nicht wie üblich bis der Finger schmerzt! Bei allen Ausführungen ist das sogenannte Akustik-Verdeck mit betont üppiger Dämmung Serie. Für meine zweite Tour probiere ich zuerst das neue MMI-Bedienkonzept mit intuitiver Freitextsuche und natürlicher Sprachsteuerung. Dann lade ich mir die Audi MMI Connect App herunter, suche mir ein paar Orte und Sehenswürdigkeiten, um diese Ziele mit meiner Fahrt zu verknüpfen und los geht’s. In sechs Sekunden bin ich auf Tempo 100 und rufe meinem Chefredakteur an. Das neue Gurtmikro sorgt beim Freisprechen für eine richtig gute Sprachqualität, als ich Leo vom tollen Fahrgefühl berichte. Dabei wärmt mich die dreistufige Nackenheizung in den frühen Morgenstunden dieses schönen Frühlingstages. Der Komfort bei offener Fahrt und Tempo 190 (Pssst…nur ein paar Sekunden!) ist hoch, explizit die Windgeräusche sind sehr gering.

Etwa 1.600 Meter lang und 70 Meter breit ist der Strand von Zahara und berühmt für seine schönen Sonnenuntergänge.

Ich passiere den Badeort Conil de la Frontera mit seiner imposanten Felswand als Strandkulisse und fahre direkt zum Atlantik. Ab hier bieten sich immer wieder grandiose Ausblicke auf den Ozean und einsame Strandabschnitte. Über Barbate cruise ich nach Zahara de las Tunas (Reise der Thunfische). Am Strand laden ein paar Restaurants und Bars zum Verweilen ein. Thunfische sind nicht in Sicht, aber ich kann von hier riesige Tanker und Handelsschiffe sehen, die sich weiter östlich durch die Meerenge von Gibraltar zwängen werden.

Gelassene Gangart im andalusischen Outback

Jetzt geht es ins andalusische Outback. Auf einsamen Straßen cruise ich entspannt durch karge Pinienlandschaften und Halbwüste. Diese wechseln sich mit Weideflächen und riesigen Windparks ab. Das Fahrwerk entschärft die wenigen Bodenwellen wirkungsvoll. Motorengeräusche sind bei dieser Gangart Nebensache. Links und rechts sehe ich rassige Rinder mit ihren wuscheligen Kälbchen auf saftigem Grün. Pinien- und Avocado-Haine wechseln sich mit riesigen Weideflächen ab – hier vor den Küsten von Afrika.

Vor mir baut sich Vejer de la Frontera auf. Blendend weiß spiegelt es das helle Licht Andalusiens wider, umgeben von einer zwei Kilometer langen Stadtmauer und eingebettet vor der blauen Kulisse des Meeres. In dem preisgekrönten Dorf mischen sich arabische, christliche und jüdische Traditionen. Die schmalen Gassen sind gepflastert mit schwarz-weißen Kieselmosaiken, Marmor- oder Terrakottaplatten und bieten eher das Bild einer heimischen Terrasse als das eines öffentlichen Ortes. Und so verwundert es nicht, dass manch einer in Pantoffeln durch die Gassen schlurft. In jeder Ecke lässt sich etwas Besonderes entdecken: hier ein paar farbenfrohe Geranien vor den weiß gekalkten Wänden, dort ein saftiges Orangenbäumchen.

Das maurische Andalusien

Bis ins 7. Jahrhundert herrschten in Andalusien die christlichen Westgoten. Aber schon Anfang des 8. Jahrhunderts bedrohten arabische Stämme aus Nordafrika ihre Herrschaft, darunter viele Berberstämme aus dem Atlas-Gebirge Marokkos. Sie drangen in Andalusien ein und übernahmen nach intensiven Kämpfen die Macht. Es begann ein Zeitalter, das von Toleranz, Wissenschaft und Wohlstand geprägt war. Die Mauren bestanden nicht darauf, dass die besiegten Christen und die jüdische Bevölkerung ihren Glauben aufgaben, sondern erwarteten, dass ihre Herrschaft anerkannt wurde. Dieses „Goldenes Zeitalter“ dauerte bis Ende des 15. Jahrhunderts, denn Stück für Stück wurde das Land durch die christlichen Könige zurückerobert. Granada, die letzte Bastion der Mauren, kapitulierte 1492. Damit war Spanien wieder vollends christlich.

Imposant.
Tour 3 : Chiclana – Medina Sidonia – Arcos de la Frontera

Für Kurvenliebhaber ist die Bergregion um Arcos de la Frontera mit den vielen Stauseen ohnehin ein purer Genuss. Zudem lohnt es aber, die Spuren von Phöniziern und Mauren im Hinterland zu entdecken. Medina-Sidonia wirkt ein wenig verschlafen im Vergleich zu anderen weißen Dörfern in Andalusien, die weitaus mehr Besucher anlocken. Aber es kann durchaus von Vorteil sein, nicht immer auf den gleichen Trampelpfaden unterwegs zu sein. Das Städtchen ist umgeben von Feldern und Weiden und schmiegt sich an den 337 Meter hohen Cerro del Castillo, der mit Recht auch als der Balkon der Bucht von Càdiz bezeichnet wird. Von hier reicht bei klarer Sicht der Blick bis hin zum Meer. Mit etwas Glück sind auch einige der Kampfstiere zu sehen, deren Zucht in Andalusien eine lange Tradition hat.

Ich passiere den Stausee von Guadalcacín, eine riesige Seenlandschaft und komme ins bergige Hinterland. Heute will ich die Quattro-Gene meines Audis testen. Zackig und zugleich behutsam stellt das 7-Gang S tronic eine Fahrstufe nach der anderen zur Verfügung um an Geschwindigkeit zuzulegen. Die torsionssteife Karosse trägt dazu bei, dass das Cabrio extrem flott und sicher durch die Kehren kommt. In puncto Verwindungssteifigkeit hat das offene Mittelklasse-Modell laut Aussage des Herstellers um gut 40 Prozent zugelegt. Das kommt dem agilen Fahrverhalten sehr zugute und es macht mir Spaß, mal richtig Gas zu geben und die Kurven schnell nach einander zu nehmen.

Fahrspaß in den Bergen Andalusiens

Vorn weitem schon erblicke ich Arcos de la Frontera, welches waghalsig auf einer imposanten Felswand thront. Der von Iberern gegründete Ort hieß in römischen Zeiten Arco Briga. Am Rio Guadalete unweit von Arcos fiel im Juli 711 der König der Westgoten Roderich im Kampf gegen die maurischen Invasoren. Die Mauren verleibten sich die Stadt in ihr neues Reich „Al Andalus“ ein. Sie wurde Teil des Emirats und dann des Kalifats von Córdoba. Die Stadt liegt an der Route der „Pueblos Blancos“ und ist das größte der „weißen Dörfer“. Mit seinen romantischen Brunnen, lauschigen Plätzen, den hübschen Hauseingängen und Balkonen – alles reich geschmückt mit Keramikfliesen – ist es ein lohnenswertes Reiseziel im Hinterland.

Fast die Hälfte der Fläche in Andalusien wird landwirtschaftlich genutzt.
Stierkampf in Andalusien

Die Ursprünge des Stierkampfes in Spanien gehen bis ins Mittelalter zurück. Erste Darstellungen von Stierkämpfen wurden auf Vasen und Höhlenwänden in Kreta gefunden und sind wahrscheinlich 3.000 Jahre alt. Eigentlich handelte es sich bei dieser alten Tradition um eine Opferzeremonie. Erst seit Ende des 18. Jahrhundert darf der Kampfstier, der ein Gewicht von 450 bis 700 kg auf die Waage bringt, nur nach einem genau festgelegten Ritual getötet werden. Die „Tauromaquia“ wurde im Jahre 1796 von dem Matador José Delgado y Galvez, genannt Pepe Illo, niedergeschrieben und gilt heute noch als Richtlinie für den Verlauf eines Stierkampfes.

Auf Cabrio-Tour in Andalusien Ohne Dach lassen sich die Geheimnisse und Reize dieser im Süden Spaniens gelegenen Provinz besonders gut „erfahren“. Anbei die Touren im Überblick.

Fahrpausen in Andalusien

 

ESSEN & TRINKEN

  • Sherry-Verkostung
    Der berühmteste Wein Andalusiens ist der Sherry. Er kommt aus Jerez, El Puerto de Santa María oder Sanlúcar de Barrameda. Vielleicht nehmen Sie an einer Bodega-Besichtigung teil und probieren anschließend, was Ihnen besser schmeckt, ein trockener fino, ein halbtrockener amontillado oder der liebliche oloroso. Meist wird in den Bodegas auch Brandy hergestellt. Hier heißt die Faustregel, je reifer, desto besser.
  • Restaurante El Faro de Cádiz
    Gastronomie der alten Schule
    Wir haben sehr gut gespeist, sind hervorragend bedient worden und der Fisch im Salzmantel war grandios. Leider ist die Karte der Vino finos ausgedehnt und lang. Und alle Finos sind glasweise bestellbar. Ein Luxus mit Verführungscharakter. Hier kann man gut probieren und sich den Bodega-Besuch sparen.
    Calle San Félix 15
    11002 Cádiz
    Tel. +34 956 21 10 68
    www.elfarodecadiz.com

 

ÜBERNACHTEN

  • Hotel Meliá Sancti Petri in Chiclana
    Stilvoll wohnen direkt am Atlantik,
    mit feinem Sandstrand und großem Pool
    Urbanización Novo Sancti Petri s/n
    11130 Chiclana de la Frontera
    Tel. +34 956 49 12 00
    www.melia.com
  • Parador de Arcos de la Frontera
    Am Ufer des Guadalete gelegen, bietet dieses im ehemaligen Palais des Landvogts untergebrachte Hotel einen beeindruckenden Blick über die Flussauen und die Altstadt von Arcos de la Frontera. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für die Weinroute und zu den weißen Dörfern. Die Zimmer mit Terrasse bieten einen herrlichen Blick auf Arcos. Im Innern des Hotels verbindet sich der typisch andalusische Patio mit den traditionellen Dekorelementen wie Gitter und Kachelkunst. Hölzerne Balken, Teppiche und Kreisbögen runden die Gestaltung des Paradores ab. In einer einladenden Atmosphäre bietet das Restaurant die typischen Gerichte der Sierra, Seebarsch nach Rota-Art, Ochsenschwanz…
    Plaza del Cabildo, s/n
    11630 Arcos de la Frontera Cádiz
    Tel. +34 956 70 05 00
    www.parador.es

 

SHOPPEN

  • Mercadona in Chiclana (Supermarkt):
    Alles, was man mit nach Hause nehmen will…
    www.mercadona.es
  • Mercado Central in Càdiz:
    Auf der Plaza de las Flores und neben dem Blumenmarkt steht der Mercado Central, das klassizistische Marktgebäude. Das kulinarische Angebot ist verführerisch. Am meisten los ist Di bis Sa 10-14 Uhr.
    Plaza Libertad, s/n
    11002 Cádiz
  • Keramik
    Vorherrschend sind schlichte Formen mit verspielten Mustern, meist stilisierte Pflanzenmotive, mit grobem Strich blau, gelb, grün hingemalt. Auf den ersten Blick ein wenig rustikal, kitschig, auf den zweiten zum Verlieben. Nicht nur schön, sondern dazu noch praktisch: cuencos, Schüsseln und Schalen. Beliebt sind die azulejos, die meist maurisch inspirierten Kacheln.

 

SCHAUEN & STAUNEN

  • Circuito Permanente de Jerez in Jerez de la Frontera (Rennstrecke)
    Nicht nur der MotoGP, sondern auch Winter-Testfahrten
    der Formel 1 nden auf dieser Rennstrecke statt.
    Carretera de Arcos-Jerez de
    la Frontera, Km 10 www.circuitodejerez.com
  • Die Kathedrale von Cádiz
    Bemerkenswert schöne gelb gekachelte Kuppel.
    Plaza Catedral s/n
    11005 Cádiz
  • Torre Tavira in Cádiz
    Ein alter Wachturm wurde zum Aussichtspunkt umgewandelt. Marqués del Real Tesoro, 10 11001 Cádiz www.torretavira.com

Text: Sandra Seifert

Foto: Alexander Herold, Pixabay, www.cadizturismo.com

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