Ferrari Portofino – GT Tour Bavaria

Ein absoluter Traum: bei Sonnenschein, leeren Passstraßen und mit Gleichgesinnten eine Ausfahrt in einem Ferrari genießen.
Passione Ferrari bietet den Kunden der Marke mit dem springenden Pferd eine Reihe exklusiver und einzigartiger Motorsport- und Lifestyle-Events an. Cabriolife durfte diese Leidenschaft bei der GT Tour Bavaria hautnah erleben.

 

Blech ist nicht gleich Blech. Und wenn die vielen Blechkleider 40 wilden Pferden made in Maranello zuzuordnen sind, dann wird aus dem Blech ein ganz besonderes Blech. Und was macht man, wenn man so ein hübsches Blechkleid sein Eigen nennt? Man führt es aus, zeigt seinen ganzen Stolz her, genießt das Fahr-erlebnis und den kernigen Sound, der wie Musik in den Ohren klingt. Das haben vom 28. bis 30. Juni dieses Jahres 40 Ferrarifahrer aus verschiedenen europäischen Ländern wie Spanien, Belgien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Portugal und Italien getan bei ihrer großen GT Tour Bavaria. Und ich durfte mit dabei sein. Durfte in einem nigelnagelneuen Ferrari Portofino dieses ganz besondere Erlebnis genießen und dabei das unbeschreibliche Gefühl spüren, dass unter der Motorhaube meines in dunkelroter Farbe lackierten Italieners nicht weniger als 600 Wildpferde ihre Energie entfalten: in einem Ferrari Portofino, dem neuen V8-Gran Turismo der Marke mit dem springenden Pferd aus Maranello. Der Sportler aus Maranello setzt sich mit seiner Leistung und Vielseitigkeit an die Spitze des Segments und bietet ein unvergleichliches Fahrerlebnis und einzigartigen Komfort an Bord. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in nur 10,8 Sekunden ist der Ferrari Portofino das leistungsstärkste Cabrio auf dem Markt, gleichzeitig bietet er ein faltbares Hard-Top, einen geräumigen Kofferraum, jede Menge Platz im Innenraum sowie zwei Rücksitze für kürzere Fahrten. Das alles muss ich mir erst einmal auf der Zunge zergehen lassen und realisieren.

Aber Ferraristi sind auch Genießer. Und so hatten die Mitglieder dieser exklusiven Karawane, ein Mix aus jüngeren und älteren Fahrern, denn auch mächtig Spaß unterwegs und beim gemütlichen Plauschen. Wie könnte es anders sein? Die GT Tour Bavaria startete gut gelaunt in der bayerischen Landeshauptstadt nach einem perfekten Lunch in Sophia’s Restaurant. Hier hieß es aber erst mal gut aufpassen: Briefing über den Streckenverlauf und das weitere Programm. Ferrari-Werksfahrer hatten darüber hinaus noch den einen oder anderen nützlichen Tipp, wie man sein eigenes Fahren mit den Wildpferden noch optimieren kann.


Li: Wäre doch auch passend: Supersportler mit Klappdach für den Alltag. Re: Die Skisprungschanze auf dem Bergisel in Innsbruck bringt es auf den Punkt: Ferrari will mit dem Portofino hoch hinaus.

 

Erstes Ziel: Schloss Herrenchiemsee, das wir über wenig befahrene Landstraßen und über Wasserburg am Inn und das Chiemgau erreichen. Ein ausführliches und detailliert beschriebenes Roadbook leitete die Karawane zielsicher gen Chiemsee und Schiffsanlegestelle. 873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein neues Schloss Herrenchiemsee. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein „Tempel des Ruhmes“ für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte. Der Verwirklichung gingen insgesamt 13 Planungsphasen voraus. 1878 wurde mit dem Bau des „Bayerischen Versailles“ nach Plänen von Georg Dollmann begonnen. 1886, beim Tod von König Ludwig II., war das Schloss noch nicht vollendet. Einige Teile wurden später abgetragen. Die ausländischen Gäste waren dennoch schwer beeindruckt von der Pracht und Herrlichkeit. Wir beschließen die Tour mit der Fahrt zum Althoff Seehotel Überfahrt und freuen uns schon auf die Köstlichkeiten der Küche. Das als „Best Gourmet Resort 2019“ von HIDEAWAYS ausgezeichnete 5-Sterne-Superior-Wellnesshotel ist ein Elegant Nature Resort, das seinesgleichen sucht. Hier trifft wohltuende Stille – nur 45 Autominuten von München entfernt und fern jeder städtischen Hektik – auf vollendeten Stil. Das passt zu Ferrari. Das Althoff Hotel Überfahrt wird für die restliche Zeit unser Base-Camp sein. Und einer trägt ganz besonders zu unserem Wohlbefinden bei: Christian Jürgens, 3-Sterne-Koch des Guide Michelin, 19,5 Gault-Millau Punkte, 5 Feinschmecker-Fs. Sensationell, was er mit seinem Team in der Überfahrt zaubert.

 

Die Ferrari-Kolonne sorgte nicht nur einmal für Aufsehen und gute Fotomotive.

 

Der Himmel hängt buchstäblich voller Geigen. Der 29. Juni steht ganz im Zeichen einer wunderschönen Panoramatour nach Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, das zwischen dem Karwendel- und dem Wettersteingebirge und unmittelbar an der Grenze zu Österreich liegt. Und dort steht natürlich ein Besuch des weltberühmten Geigenmuseums auf unserem Programm, wo uns bei einem kleinen Workshop ein fachkundiger Geigenbauer in die Kunst des Geigenbaus einführt. Das Geigenmuseum wurde im Jahr 1930 gegründet und zeigt in einer beeindruckenden Schau eines der bedeutendsten Musikinstrumente der Musikgeschichte. Die Gemeinde gilt, neben dem sogenannten Musikwinkel im sächsischen Vogtland, als das bedeutendste deutsche Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus unserer Zeit. Die Mittenwalder können in diesem Bereich auf eine über 300-jährige Tradition zurückblicken, als deren Begründer Matthias Klotz (1653–1743) gilt. Heute gibt es in Mittenwald noch etwa zehn selbstständige Geigenbaumeister. Außerdem die „Staatliche Musikinstrumentenbauschule Mittenwald“ mit etwa 45 Schülern. Den süßen Klang der Violine noch im Ohr, starten wir unsere Ferraris. Wattens ist unsere nächste Destination. Dort erwartet uns eine völlig gegensätzliche Welt. Hier wird es glitzern und funkeln: Wir dürfen ein exklusives Mittagessen in dern Swarovski Kristallwelten erleben und genießen, verbunden mit einer Spezialführung nur für uns Ferraristi. Heute ist Swarovski Crystal Business eine der umsatzstärksten Geschäftseinheiten mit einer globalen Reichweite von rund 2.800 Filialen in rund 170 Ländern, mehr als 27.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro (im Jahr 2016).

 

Aerodynamik ist für Leute, die keine Motoren bauen können.Enzo Ferrari

 

Jetzt tut Frischluft gut. Alles ist perfekt. Der Himmel lacht, die Sonne scheint. Motiviert und gut gelaunt machen wir uns auf den Weg zur Bergisel Skisprungschanze, wo sich für uns Skispringer in die Tiefe stürzen und demonstrieren, was Leistungssport ist und kann. Atemberaubend. Der Platz im Portofino ist
sicherer. Aber für den, der das mag, ist das sicher das Höchste. Ich fahre lieber Auto, denke ich mir.

Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Das Ende unserer Farrari GT Tour durch die schönsten Landschaften des Freistaats Bayern im Voralpenland und im Gebirge ist in Sicht und das Ende unserer „Liebe auf Zeit“ gekommen, denn ich habe den Portofino richtig ins Herz geschlossen. Es geht wieder zurück in die Landeshauptstadt. Und ich habe mir vorgenommen, die letzten Kilometer mit dem Ferrari Portofino richtig zu genießen. Aber was heißt genießen, einsaugen wäre der richtigere Begriff. Wir verlassen das Althoff Seehotel Überfahrt und machen uns auf den Weg Richtung Holzkirchen. Cruisen auf verschlungenen Ortsstraßen, ganz ohne Stress und Hektik durch den Landkreis München, passieren wir den Oberhachinger Ortsteil Furth und kurze Zeit später sehen wir schon die Silhouette Münchens. The Spice Bazaar erwartet uns. Und dort haben wir natürlich viel zu erzählen, wir lassen die Tour Revue passieren und würden am liebsten gleich wieder aufbrechen. Ich und mein „Freund auf Zeit“: der Ferrari-Portofino.

 

Text: Leo DaCabrio
Fotos: Ferrari Central/East Europe GmbH

No Comments Yet

Comments are closed