Fiat Fullback – sportliches Arbeitstier

Der Fiat Fullback, gebaut für die Arbeit und das Leben.
Der Automobilhersteller Fiat hat seiner Fahrzeugpalette mit dem Fullback einen überzeugenden Pick-up hinzugefügt. Er ist auch Sponsor der Motocross-Championship.

Überall dort wo Antonio Cairoli in der Nähe ist, da sind normalerweise auch Siegerpokale nicht weit weg. Kein Wunder. Der in Sizilien geborene Cairoli ist nicht nur neunmaliger Motocross-Weltmeister und damit einer größten und besten Motocrossfahrer auf dem Planeten. Cairoli ist nicht nur in seinem Heimatland eine Legende. Und FAT war dem Champion jetzt ganz nah. In Matterley Basin in Großbritannien beim „FIM Motocross of Nations“ im Oktober dieses Jahres. Zuvor schon hatte Cairoli in der Klasse MXGP (bis 450 ccm Motorisierung) im Talkessel von Teutschenthal in Deutschland in seiner Klasse alles abgeräumt, was es abzuräumen galt. Und darauf ist vor allem ein Unternehmen mehr als stolz, das mit der Motocross-Championship sehr verbunden ist: Fiat. Denn Fiat ist mit seinem „Unstopable Fullback“ das amtliche Servicefahrzeug aller 18 Veranstaltungen des MxGP 2017, der in Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika, Katar, Argentinien und Mexiko ausgetragen wird, und wo jedes Rennen Millionen von Zuschauern weltweit anzieht.

Der Fullback wurde gebaut um seine Besitzer bei der Arbeit zu unterstützen.

 

Aber der Fiat Fullback ist nicht nur einer fürs Gelände, sondern auch einer, der sich auf unseren Straßen ganz gut macht und seine Fangemeinde konstant ausbaut. Pick-up-Fahren ist gerade dabei, sich zum Kult zu entwickeln. Noch bestimmen sie hierzulande nicht das Straßenbild, sie werden aber immer beliebter. Im vergangenen Jahr sind immerhin rund 20.000 dieser robusten Arbeitstiere verkauft worden. Fiat will in dieser Riege natürlich nicht fehlen. Seit Herbst des vergangenen Jahres hat das Turiner Unternehmen mit dem Fullback sein Nutzfahrzeugportfolio um ein solches Fahrzeug erweitert. Basis des Fullback ist der Mitsubishi L200. Den Pick-up gibt es Double-Cab (Fünfsitzer) und Extended Cab (2+2-Sitzer). Beide, der Mitsubishi L200 und der Fullback, werden in Thailand gebaut.


Zwei Diesel stehen zur Auswahl

Zur Wahl stehen für den 1780 Millimeter hohen Pick-up zwei Dieselaggregate mit 154 PS (113 kW) oder 181 PS (133 kW). Heckantrieb oder Allradantrieb sind für den Fünfsitzer erhältlich, der 2+2-Sitzer fährt immer mit 4×4-Antrieb vor. Die Preisliste weist für den Double Cab mit Heckantrieb und dem kleinen Selbstzünder mindestens 27.850 Euro brutto (23.400 Euro netto) aus. Mit zuschaltbarem Allradantrieb erhöht sich der Preis auf 29.036 Euro brutto (24.400 Euro netto). Als Extended Cab werden in Kombination mit dem 154 PS-Diesel und zuschaltbarem Allradantrieb 26.660 Euro brutto (22.400 Euro netto) fällig. Übrigens: Der Fiat Fullback ist einer der weltweit ersten Pick-ups, die mit einem Aluminiummotor ausgerüstet sind. Fiat bietet diesen Motor allerdings nur in der 181-PS-Version an.

Nach seinem neunten Motocross-WM-Titel bekam Tony Cairoli (rechts) eine Probefahrt mit dem Fiat Fullback als Belohnung. Der Italiener ließ die Reifen qualmen.
3,1 Tonnen am Haken

Nützlichkeitserwägungen stehen bei der Kundschaft im Vordergrund der Kaufentscheidung. 80 Prozent der Kunden, so eine Firmenerhebung, entscheiden sich für den Double Cab auf dessen Ladefläche Gegenstände transportiert werden können, die bis zu 1,52 Meter lang sind. Die Zuladung beträgt knapp eine Tonne und bis zu 3,1 Tonnen darf diese Version an den Haken nehmen. Bei der Motorisierung, so Fiat, geht der Trend zu dem stärkeren Diesel. Eine Fünfgang-Automatik als Alternative zum serienmäßigen Sechsgang-Getriebe kostet rund 2.000 Euro (brutto) Aufpreis.

Durchzugsstarkes Aggregat

Bei ersten Testfahrten gab sich das Top-Triebwerk durchzugsstark. 430 Nm stehen ab 2.500 Umdrehungen bereit und sorgen für genügend Kraftreserven. Man kann auf der Landstraße oder auf der Autobahn also entspannt cruisen. Höchstgeschwindigkeit beträgt 177 Stundenkilometer. Den Durchschnittsverbrauch gibt Fiat mit 7,5 Litern an. Aber ein Pick-up ist schließlich kein Sportler. Sein Einsatzgebiet sind schon aufgrund seiner Länge von 5,28 Metern weniger die Innenstädte als eher die Baustellen oder Wirtschaftswege im Wald. Für ein souveränes Durchkommen auf Schotter, losem Untergrund oder aufgeweichten und matschigen Wegen verfügt der Double Cab über permanenten Allradantrieb. Die Motorkraft und das Drehmoment wird über ein Mitteldifferenzial an alle vier Räder geleitet. Per Drehknopf lassen sich vier Modi wählen: Antrieb über Hinterachse, Allradantrieb, Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Getriebeuntersetzung. Auf Wunsch gibt es auch eine elektronische Differenzialsperre.

Es ist beeindruckend, wie leicht diese Maschinen durch die Kurven fahren. Das Limit auf so einem Bike zu erreichen, ist enorm schwierig.
Garantie vier Jahre

Das Platzangebot im Double Cab ist ordentlich. Auch auf den hinteren Plätzen. Das Gestühl ist bequem und gibt auf holprigen Wegen guten Seitenhalt. Sitzkomfort wie in einem Pkw kann man natürlich nicht erwarten, schließlich kommt hinten eine Starrachse zum Einsatz, die die Unebenheiten der Straße recht ungefiltert an die Insassen weitergibt. Da die Kunden ihren Pick-up oft auch privat nutzen, gibt es den Fullback nicht nur spartanisch und kärcherfreundlich. Ab dem zweiten Ausstattungsniveau bietet Fiat allerlei Annehmlichkeiten und optische Hingucker. Dazu zählen unter anderem seitliche Trittstufen, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und elektrische Fensterheber für vorne und hinten. Das ESP umfasst zudem eine Gespannstabilisierung, außerdem ist ein Spurhaltewarner an Bord.

Der Pick-up von Fiat findet auch seine Anhänger in der Lifestyle-Szene.

Darüber hinaus stehen weitere Komfortfeatures gegen Aufpreis zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Klimaanlage oder -automatik, Leder, Infotainmentsysteme oder auch eine Rückfahrkamera. Außerdem im Angebot: Hard Top, Full-Box, Abdeckungen oder Überrollbügel. Um sich im Wettbewerb gegen die bereits etablierten Wettbewerber zu punkten, offeriert Fiat für den Fullback eine vier Jahres-Garantie. Außerdem will man mit attraktiven Finanzierungs- und Wartungsangeboten sowie einem dichten Servicenetz überzeugen.

 

Text: Hartmut Adam

Fotot: Fiat Professional

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