Über 75 Jahre Jeep – Happy Birthday!

Jeep Renegade 75th Anniversary Edition neben Willys MB von 1941
Die Ähnlichkeit ist unverkennbar, auch wenn Jahrzehnte dazwischen liegen.
Aus Anlass des 75. Geburtstags der Marke Jeep legt der Hersteller für jede Modellreihe ein Sondermodell auf. Die 75th Anniversary Special Edition ehrt damit die Meilensteine, die seit 1941 unter dem Namen Jeep eine Erfolgsgeschichte begründeten.

Wrangler, Cherokee und Renegade heißen drei der aktuellen Modelle des berühmten Herstellers Jeep, der heute zum Konzern Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gehört. Doch die Legenden Willys, Station Wagon und Wagoneer sind nicht weniger bekannt. „Jeep-Fahrzeuge haben seit ihrem Produktionsbeginn im Jahr 1941 das authentische SUV definiert und die Messlatte für Geländefähigkeit gesetzt“, sagt Stefan Moldaner, Brand Country Manager für die Marke Jeep bei FCA Germany AG. „Auch heute bieten die SUVs der Marke führende 4×4-Eigenschaften ebenso wie Kraftstoffeffizienz, ausgezeichnete Qualität und Straßen- Fahreigenschaften.“

Der Inbegriff eines SUV

Nicht umsonst avancierte der Name Jeep zum Inbegriff eines Fahrzeugs, mit dem man Hürden überwinden und jenseits vorgegebener Wege unterwegs sein kann – ein Auto mit dem man überall hinkommt und alles machen kann. Erstmals in der Geschichte der Modellreihe besitzt der aktuelle Wrangler eine leicht gebogene Frontscheibe zur Verbesserung von Luftwiderstand und Geräuschniveau im Innenraum. Drei  Unterbodenbleche schützen Tank, Verteilergetriebe und die Ölwanne des  Automatikgetriebes. Für zusätzlichen Schutz der Karosserie sorgen bei den Jeep Wrangler Rubicon-Modellen serienmäßige, hochwiderstandsfähige Schwellerschutzrohre – sogenannte Rock Rails.


Groß und familientauglich

In einer viertürigen Variante namens Wrangler Unlimited ergänzen Platz, Komfort und Familientauglichkeit die bisherigen Eigenschaften Geländegängigkeit, Robustheit und Cabrio-Erlebnis. Der Charme des Ur-Jeeps geht dabei nicht verloren, im Gegenteil: „Wir haben den Jeep Wrangler 75th Salute als Konzeptfahrzeug gebaut um Geschichte und Herkunft unserer Marke zu feiern. Gleichzeitig wollen wir zeigen, dass auch heute, nach 75 Jahren, unser ikonischer Wrangler ganz eindeutig und sofort erkennbar verbunden ist mit dem original Willys MB“, meint Mike Manley, Leiter Marke Jeep – FCA Global. „Seit ihrem Produktionsbeginn 1941 waren Jeep-Fahrzeuge immer die authentische Messlatte für Freiheit und Geländefähigkeiten.“

Willys MB am Strand bei Sonnenuntergang
Auf das Nötigste reduziert; Der Willys Jeep sollte übersichtlich in seinen Abmessungen, leicht und wendig sein. Um auch unter flachen Hindernissen durchfahren zu können, konstruierte man eine nach vorne umklappbare Frontscheibe

Über 75 Jahre ist es her, dass der Automobilkonstrukteur Karl Probst im Namen der American Bantam Car Manufacturing Company seinen Entwurf für ein leichtes, geländegängiges Fahrzeug mit kleinen Abmessungen und Allradantrieb bei der US Army einreichte. Dass aus dem Schnellschuss, der von der Zeichnung bis zum fertigen Prototypen 49 Tage dauerte, ein bis heute erfolgreicher Klassiker werden würde, ahnte damals niemand. Neben American Bantam waren Willys-Overland und Ford in den Konstruktions-Wettlauf zu Beginn des zweiten Weltkriegs eingebunden. Nach einigen Ergänzungen aus dem  Ford-Entwurf sowie Verbesserungen durch die American Bantam-Konstruktion erhielt Willys-Overland 1941 den Zuschlag, das kleine, wendige Militärfahrzeug zu bauen. Von 1945 bis 1949 produzierte man ihn als Zivilfahrzeug in Serie. Und auch danach hörte Willys-Overland nicht auf: Der Jeep Station Wagon legte als geschlossener Kombi in den Baujahren von 1946 bis 1965 einen ersten Grundstein für das Segment der Sport Utility Vehicles. Auch der Jeep M38A1, der 1951 für die U.S.-Armee zum Einsatz im Korea-Krieg entwickelt wurde und bis 1983 unter der Bezeichnung CJ-5 als ziviles Serienfahrzeug produziert wurde, war stilprägend. Mit seinen gerundeten vorderen Kotflügeln, einer höheren Motorhaube und großen, runden, in die Grillstruktur integrierten Scheinwerfern prägt er das Jeep-Gesicht bis heute. Er ist der Vorläufer des seit 1987 gebauten Jeep Wrangler.

Liebling der Schönen und Reichen
Jeep Cherokee
Das erfolgreichste Jeep-Modell überhaupt und einer der allerersten Suvs, den man in Europa kannte: der Jeep Cherokee.

Dessen großer Bruder, der Grand Cherokee, darf als Flaggschiff der Marke Jeep bezeichnet werden und steht heute moderner, robuster und sicherer da als je zuvor. Schon sein Vorgänger Grand Wagoneer war jahrzehntelang der Liebling der Schönen und Reichen. Die Grand Cherokee 75th Anniversary Special Edition greift diesen glamourösen Anspruch schon mit der exklusiven Lackierung Recon Green auf. Sie changiert je nach Lichteinfall zwischen einem Olivton, der eine Reminiszenz an die militärischen Wurzeln von Jeep darstellt, und einem eleganten, tiefen Dunkelgrün. Technisch setzte der Vorläufer Jeep Wagoneer schon von Beginn seiner Bauzeit an hohe Standards. Jeep stellte den Wagen 1962 als erstes vierradangetriebenes Modell mit Automatikgetriebe vor. Auch die vordere Einzelradaufhängung war damals für einen Allradantrieb ein Novum. Der Wagoneer erhielt 1973 außerdem den Quadra-Trac, den ersten automatischen und dauerhaften Vierradantrieb. Erst 1984 wurde seine Produktion eingestellt und der Cherokee trat an seine Stelle, 1993 folgte der Grand Cherokee. Von 2011 bis heute feilte Jeep am Grand Cherokee immer weiter, um an ihm ein Exempel für Qualität, Wertigkeit, Luxus und fortschrittlicher Technologie zu statuieren. Seine Entwicklung begann noch unter dem Einfluss von DaimlerChrysler, 2013 ging die Verantwortung an Fiat Chrysler über. Die äußeren Erkennungsmerkmale des aktuellen Grand Cherokee sind die markanten Hauptscheinwerfer neben dem markentypischen Kühlergrill. Wie die Ur-Version des Willys enthält dieser sieben Lufteinlassschlitze. Im Innenraum vermitteln Farbkombinationen, hochwertige Materialien wie Leder und offenporiges Echtholz ein Gefühl von Luxus. Drei verfügbare Vierradantriebssysteme, die Quadra-Lift-Luftfederung, Traktions-Assistenzsysteme und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung sorgen für den Fahrkomfort. Wie bei allen anderen Jeep-Modellen sind diverse Motorisierungen erhältlich.

Aufgereiht von links nach rechts die 75th Anniversary Modelle Jeep Wrangler, Renegade, Grand Cherokee und Cherokee
Mit ihren Wurzeln im Jahr 1941 feiert die Marke Jeep heuer 75 Jahre Geschichte, 4×4-Kompetenz und Freiheit. Als Triubut an das diamantene Jubiläum legt Jeep für jede Modellreihe eine 75th Anniversary Special Edition auf.
Sonderlackierung + Bronze-Embleme

Das jüngste Mitglied der Jeep-Familie ist der Jeep Renegade, der seit 2014 vom Band läuft. Seine 75th Anniversary Special Edition bietet die Lackierungen Jungle Green, Alpine White, Solid Black, Omaha Orange, Mojave Sand, Glacier Metallic, Granite Crystal und Anvil. Basierend auf dem Renegade Limited umfasst die Ausstattung des Kompakt-SUV unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder, Dachreling, Heckleuchten- Applikationen und Embleme in Mattglanz-Bronze. Mit dem Renegade entwickelten italienische und U.S.-amerikanische Ingenieure und Designer von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) erstmals ein Fahrzeug gemeinschaftlich. Darüber hinaus ist der Renegade das erste Fahrzeug in der Geschichte von Jeep, das in Italien im Werk SATA in Melfi (Region Basilicata) gebaut wird. Als kompakter Jeep ist er auf den Bedarf einer jungen, urbanen Zielgruppe zugeschnitten. Dass er schon allein mit seiner Größe seinem Urahnen, dem kleinen und wendigen Willys Jeep, wieder einen Schritt näher rückt, darf sicher auch als Huldigung an seine legendäre Herkunft verstanden werden.

 

Text: Renate Freiling

Fotos: FCA Germany AG

 

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