Mitmischen bei den kleinen SUVs – Kia Stonic

Kurz nach seiner IAA-Premiere startet der Kia Stonic, um im Kampf um Marktanteile gegen Seat Arona, Opel Crossland X und Co. zu punkten. Überzeugen will das kleine SUV unter anderem durch Kia-typisches Design und flotte Downsizing-Motoren. Und einen attraktiven Einstiegspreis.

Mit dicken Dingern wie Mercedes ML oder BMX X5 ging alles los. Die neue Gattung der SUV breitete sich aus wie ein raffinierter Computervirus, eroberte bald die Mittelklasse und erklomm mit Modellen in Golf-Größe Jahr für Jahr neue Verkaufsgipfel. Jetzt infizieren sie mit Macht das Heer der Kleinwagen. Logisch also, dass dort auch Kia mitspielen will und mit dem neuen Stonic ein eigenes Eisen ins Feuer legt. Der neue Stonic hat keinen Vorgänger, teilt sich seine Gene mit dem Kia Rio und bedient die wachsende Zahl von Kunden, die von einem SUV träumen, aber kein traumhaftes Bankkonto haben.

Die Kia-typische Kühlernase wird von recht hoch angebrachten schmalen Scheinwerfern in die Mitte genommen und thront über einem dominanten Lufteinlass fast in Wagenbreite, der von senkrechten Kiemen begrenzt wird, in denen kleine Zusatzscheinwerfer versteckt sind. Der lange Radstand lässt minimale Überhänge an Bug und Heck übrig. Wie heute üblich, fällt die mit einer Reling gekrönte Dachlinie ein wenig nach hinten ab, endet in einem Spoiler über dem Rückfenster.


Wenn es der künftige Kunde möchte, treibt es der Neuling auch bunt, Dach und Spoiler können in einer anderen Farbe lackieren werden. Die findet sich dann auch am Rückspiegel oder im Innenraum bei den Umrahmungen des Schalthebels oder des serienmäßigen 7-Zoll-Monitors, der sich mit dem Smartphone koppeln lässt und damit auch ein Navigationssystem von Apple oder Google einbringt. Ein eigener elektronischer Wegweiser ist ab 690 Euro zu haben, dieser bringt dann noch DAB-Radio und Rückfahrkamera mit. Relativ geräumig ist der Kofferraum, der zwischen 352 und 1.155 Liter fasst.

Motorseitig ist der Stonic mit drei Benzinern und einem Selbstzünder bestellbar. Das Einstiegs-Aggregat ist ein 1,2-Liter-Motor mit 62 kW/84 PS, die größte Leistungsausbeute gibt es beim Dreizylinder-Turbo mit einem Liter Hubraum. Der beschleunigt den Stonic mit 120 PS (88 kW) in 10,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Wie bei vielen anderen Mitstreitern wurde auf einen teuren und schweren Allradantrieb verzichtet. Dafür stehen in der Aufpreisliste einige der heute gebräuchlichen Assistenzsysteme, zumeist in Ausstattungspaketen verschnürt. Beispiele sind eine piepende Spurhaltewarnung, Notbremsassistent, Einparkautomatik, Querverkehrswarnung beim Ausparken oder automatische Fernlichtsteuerung. Die teuerste Version des Stonic, der ab 15.790 Euro zu haben ist, kostet 25.590 Euro.

Kia Stonic – 1,0 T-GDI
  • Leistung: 120 PS (88 kW)
  • Maximales Drehmoment: 172 Nm bei 1.500 bis 4.000 U/min
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Länge/Breite/Höhe: 4.140/1.760/1.520 mm
  • Beschleunigung: 0-100 km/h in 10,3 sec
  • Kofferraum: 352 bis 1.155 lCO2-Emissionen: 115 g/km
  • Preis ab: 18.390 Euro
  • Information: www.kia.com

Text: Peter Maahn

Foto: Kia Motors Deutschland GmbH

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