Opel Crossland – Strada del Prosecco

Chefredakteur Hartmut dam genießt mit dem Opel Crossland das Dolce Vita.
Chefredakteur Hartmut Adam genießt mit dem Opel Crossland das Dolce Vita.
„Cin cin!“, proste ich am Adriastrand meinem Gefährten mit einem Gläschen Prosecco zu. Der Opel Crossland X hat mich auf einer kurzen Genuss-Reise durch das Veneto begleitet. Dabei habe ich mir den agilen Crossover-Wagen und die Weinbauregion etwas genauer angesehen.

Als ich am „Aeroporto Marco Polo“ ankomme und nach den Kollegen Ausschau halte, erinnert mich der in großen Lettern angeschlagene Name des Flughafens an einen Weltstar dieser Stadt. Der Abenteurer Marco Polo wurde 1254 in Venedig geboren und starb dort im Jahr 1324. Seine Erzählungen waren lange umstritten. „Ob Marco Polo die Reisen, von denen er erzählte, wirklich unternommen hatte?“, frage ich mich, als ich schon im Crossland X sitzend den Flughafen hinter mir lasse. „Wo er doch eine der schönsten Regionen Europas, wenn nicht gar der Welt, vor der Haustür hatte…“. Das Bild der Wirtschaftswunder-Generation, die mit Opel Kadett und Wohnanhänger auf dem Weg in den Süden ist, hat sich mir eingeprägt, obwohl ich damals noch klein war. Die Strände Venetiens entwickelten sich in den 1960er-Jahren für unsere Elterngeneration zu exotischen, aber erreichbaren Sehnsuchtsorten. Auch heute noch sind Bibione, Caorle und Jesolo bei Urlaubern aus ganz Europa beliebt.

Wunderschönes Italien

Dazu ist das Veneto als Prosecco-Region bekannt, die im Norden an die Dolomiten, im Westen an den Gardasee und im Süden an die Adriastrände grenzt. Diese Gegend zu erkunden steht heute auf unserem Tagesprogramm. Also hinein ins prickelnde Fahr- und Trinkvergnügen! Nach einer Fahrt durch malerische Weinberge und über kurvige Straßen erreiche ich mein erstes Ziel in der Provinz Treviso, das Weingut von „47 Anno Domini“. Seit drei Generationen wird hier Prosecco produziert, außerdem exzellente Weißweine aus Trauben wie Chardonnay und Pinot Grigio sowie Rotweine aus Cabernet Franc, Refosco del Peduncolo Rosso und Cabernet Sauvignon.


Auch auf der Piazza macht er sich gut.
Auch auf der Piazza macht er sich gut.

Der Name „47 nach Christus“ rührt vom römischen Kaiser Claudius, der in eben diesem Jahr dort eine Handelsstraße bauen ließ. Sie sollte das Veneto mit dem heutigen Tirol und Bayern verbinden. Ich genehmige mir ein erstes Schlückchen des hier beheimateten Proseccos und studiere dessen Geschichte. In Venetien ist dieser Schaumwein ein Heiligtum. Er darf nur aus den Anbaugebieten Conegliano, Valdobbiadene und den Colli Asolani stammen. Sein oberstes Gütesiegel lautet DOCG – Denominazione di Origine Controllata e Garantita. Es gibt auch DOC-Prosecco aus anderen Regionen Venetiens oder dem benachbarten Friaul. Aus dem Dorf Prosecco bei Triest stammt auch der Name. Etwa 80 Prozent werden im Veneto produziert,20 Prozent im Friaul. Die steilen Weinhänge, die ich schon aus dem Autofenster heraus bestaunt habe, sind bei der Lese schwer zu erklimmen. Ist die Ernte geglückt, ist Geduld gefragt. Die besten Prosecci gelingen, wenn sie einige Wochen bei gemäßigten Temperaturen im Stahltank oder in der Flasche gegoren haben. Die Gütesiegel DOCG und DOC müssen erst verdient werden. „Die Qualität eines guten Prosecco erkennt man an der Perlage“, erkläre ich einem Kollegen. „Je kleiner und feiner es perlt, desto liebevoller ist er produziert worden – eben wie bei Autos auch.“

„Er wirkt frisch wie Prosecco und ist präzise zu fahren.“Chefredakteur Hartmut Adam

Ich meine damit auch den Opel Crossland X. Dank seiner kompakten Außenmaße, der elektronischen Komponenten, seines agilen Fahrverhaltens und des leistungsstarken Motors wirkt er frisch, ist präzise zu fahren und zeugt auch bei der Innenausstattung von feiner Qualität. Und ebenso wie Opel hat auch der Schaumwein eine bewegte Historie – wenn auch eine, die sehr viel weiter zurückreicht. Schon die antiken Römer mochten den Wein namens Vinum Pucinum. Er schäumte zwar noch nicht, wurde aber geschmacklich mit Honig, Rosenblüten, Minze, Pfeffer und anderen Gewürzen verfeinert. Heute dürfte nicht nur der Geschmack ein anderer sein, auch die Produktionsmengen sind wesentlich höher und auf den weltweiten Vertrieb ausgerichtet. Auf fast 18.000 Hektar entstehen jährlich 2,2 Millionen Hektoliter Wein, 600.000 davon erhalten das DOCG-Siegel.

Der Schaumwein ist ein Heiligtum

Die „Strada del Prosecco“ lockt zur Weiterfahrt. Sie schlängelt sich von Conegliano bis Valdobbiadene durch die Region und ist von allen Weinstraßen Italiens vielleicht nicht die berühmteste, aber sicher die romantischste. Hinter Conegliano beginnen die Weinberge, in Richtung Farra di Soligo werden die Hügel höher und steiler. Zwei mittelalterliche Türme, die Torri di Credazzo, thronen über den Hängen. Und Andrea Palladio, der bekannteste Renaissance-Baumeister Italiens, hinterließ rund um die „Strada del Prosecco“ 20 Villen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Allerdings sind diese von der Straße aus nicht ganz so leicht zu entdecken wie die beiden Torri. Am Steuer des neuen Opel Crossover-Modells, des ersten Ergebnisses der Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern, fühle ich mich derweil schon wie zuhause. Der großzügige Innenraum bietet ausreichend Platz für Hünen wie mich. Mit seinem spritzigen Turbo-Motor erklimmt der Crossland X die venetianischen Hügel ohne Anstrengung. Bei einem Zwischenstopp im Relais-Hotel Duca di Dolle, mitten im Prosecco-Paradies, schmeckt auch der Kaffee besonders gut – wie eigentlich in ganz Italien. Ich frage einen Barmann, warum das so ist. Die Italiener nennen fünf M als entscheidende Kriterien: Miscela, Macinatura, Macchina, Mano und Manutenzione.

Ansprechendes Interieur, hochwertige Materialien.

Das bedeutet, dass die Kaffee­mischung und der Mahlgrad stimmen müssen. Auch der ‚Macher‘ sollte erfahren sein. Und nicht zuletzt muss die Maschine erstklassig sein sowie ordentlich behandelt und gepflegt werden.

Je länger diese durchhält, desto besseren Kaffee macht sie. „Auch hier alles wie bei einem Auto“, sage ich. „Apropos“, antwortet der Barista lachend, „Italien liegt im Verbrauch gemeinsam mit Frankreich und Luxemburg vor fast allen anderen europäischen Ländern – 42 Liter pro Jahr und Kopf.“ Dabei meint er weder Kaffee noch Benzin, sondern Wein. Die Fahrt nach Jesolo führt durch Treviso. Architektonisch ähnelt das Städtchen mit seinem Domplatz und den Tizianfresken Venedig, auch wenn die Kanäle fehlen, und wird daher auch „Klein-Venedig“ genannt. Ich halte kurz an und werfe einen Blick in die Enoteca Rossi.

Lohnender Stopp in „Klein-Venedig“

Sie zählt über 4.000 Weine und eine immense Auswahl an Prosecco zu ihrem Sortiment. Außerdem stammt ein weiteres landwirtschaftliches Produkt aus der Provinz von Treviso, das an einem Marktstand angeboten wird: der Radicchio Rosso di Treviso, ein Gemüse mit elegantem, bitteren Geschmack. Wie beim Prosecco ist die Herkunft streng geschützt. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Doch erst am Abend komme ich im Strand- und Wellness-Hotel Almar Jesolo Resort in den Genuss dieser und weiterer Köstlichkeiten aus der Region, wie Beispielsweise die leckeren „Bigoli“, dicke Spaghetti mit einer rauen Oberfläche, die die Sauce besonders gut aufnehmen. Eine weitere Spezialität aus Venedig sind die „Moèche“, frisch gehäutete Krebse, die frittiert werden. Man isst sie komplett, mit Füßchen, Scheren und Panzer.

Mit dem kurzen Heck ist der Crossland gut zu rangieren.
Mit dem kurzen Heck ist der Crossland gut zu rangieren.

Diese Rarität kostet pro Kilo bis zu 80 Euro. Und auch der Cocktail Bellini mit Prosecco und püriertem Pfirsich, den ich abschließend in der Hand halte, kreierte Giuseppe Cipriani 1948 in „Harry’s Bar“ in Venedig. An dem feinsandigen Strand der Adria lässt sich der Tag so wunderbar beenden, finde ich, und verabschiede mich stilgerecht mit einem „Cin cin“ von meinem zuverlässigen und komfortablen Begleiter, dem Opel Crossland X.

Text: Renate Freiling

Bilder: Regione Veneto, Opel Automobile GmbH

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