Reifenalter – Gefährliches Reifenalter

Nach spätestens sechs Jahren sollten Autoreifen komplett gewechselt werden. Auch wenn die Profiltiefe noch stimmt.

Gesetzlich betrachtet, kann man einen Autoreifen so lange fahren, wie man will. Vorausgesetzt die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter stimmt. Allerdings sind beim Thema Autoreifen Geiz und Sparsamkeit fehl am Platz. Beides kann schnell zum Sicherheitsrisiko werden.

Ist ein Autoreifen acht Jahre alt, hat er seine maximale Obergrenze erreicht. Er hat im Straßenverkehr nichts mehr zu suchen. Denn mit zunehmendem Alter wird die Gummimischung des Pneus hart und spröde. Das hat Auswirkungen auf die Straßenhaftung und den Bremsweg – vor allem beim Fahren auf nassen oder schneebedeckten Straßen. Auch wer mit nur wenig benutzten, aber betagten Reifen unterwegs ist, darf sich nicht in Sicherheit wähnen: UV-Licht, Hitze, Feuchtigkeit und das Ozon in der Atmosphäre setzen einem Reifen zu.


Wer ganz sicher gehen will, ob seine Autoreifen noch genügen, oder getauscht werden sollten, der schaut auf den Flanken seiner Reifen nach und sucht nach der DOT-Nummer (Departement of Transport). Sie zeigt an, in welcher Kalenderwoche welchen Jahres ein Reifen produziert worden ist. Die DOT-Nummer 2914 besagt zum Beispiel, dass der Reifen in der 29. Woche des Jahres 2014 hergestellt worden ist. Seit dem Jahr 2000 ist die DOT-Nummer vierstellig. Reifen der 90er Jahre sind mit einem Dreieck – als Abgrenzung zu den 80er Jahren – und einer dreistelligen Nummer (ersten zwei Ziffern Produktionswoche, letzte Ziffer Produktionsjahr) gekennzeichnet.

Hersteller dürfen unbenutzte Reifen fünf Jahre lang als Neureifen verkaufen. Sind die Pneus während dieser Zeit sach- und fachgerecht gelagert worden, seien in diesem Zeitraum keine Qualitätseinbußen zu befürchten, heißt es. Hilfreich bei der Beurteilung der persönlichen Reifensituation ist folgende Zahlenkombination: 4x3x6. Die Vier steht für vier gleiche Reifen, die Drei für die Mindestprofiltiefe und die Sechs für das maximale Alter, das ein Reifen haben sollte. Viele Autofahrerverbände raten ihren Mitgliedern, Reifen, die mindestens sechs Jahre auf dem Buckel haben, nicht mehr zu verwenden, auch wenn sie noch genügend Profiltiefe haben. Zumindest sollte den Reifen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dazu gehört das Überprüfen der Reifen auf kleine Risse und auf poröse Stellen.

Text: Rudi Kanamüller

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