Stylischer Stadt-Stromer –Smart EQ fortwo

Klein und fein, kurz und knuffig: Smartes Cabrio in der Farbe Titania Grey.

 

Smart macht Ernst: denn nach der Ankündigung – die Marke Smart bietet nur noch Autos mit Elektroantrieb an – konnte Cabriolife den offenen Stromer Smart EQ im spanischen Valencia ausgiebig testen. Smart verpasst dem EQ ein neues Gesicht, noch mehr Style und diverse digitale Dienste. Für die Cabriolife-Redaktion setze sich unsere Lifestyle-Redakteurin Maria Teresa de Jesús Martinez Paya ans Steuer und zeigte uns in ihrer Heimatstadt die schönsten Plätze und teilt mit uns ihre Fahreindrücke.

 

Eins ist gleich zu Beginn klar, ein Elektroantrieb passt wohl nirgends besser wie hier beim Smart fortwo diesem traumhaften City-Cabrio. Für viele Smart-Enthusiasten schwer vorstellbar, vor einigen Monaten brummte noch ein Verbrennungsmotor im Heck, sogar ein Diesel sorgte einige Zeit für die Power und jetzt alles auf Batterie? Geht wunderbar und fühlt sich toll an, das passt einfach. Wir genießen die Fahrt im knuffigen Zweisitzer, spritzig beim anfahren und fast gespenstig ruhig beim gleiten durch die Innenstadt von Valencia.

Die Einführung der Elektro-Smart wird mit einem umfangreichen Facelift begleitet. Erkennbar ist die Modellpflege am deutlichsten an der komplett neuen Front. Geändert wurden Motorhaube, Stoßfänger und Scheinwerfer, frei nach dem Motto: Weg vom waagerecht geteilte Grill. Dieser ist nun einteilig und deutlich größer. Bei unserem Test-Cabrio ist dieser unten schmaler und dies verleiht ihm ein schon fast freundliches Gesicht. Erstmals wird der Frontgrill vom fortwo in der Farbe des Fahrzeugs lackiert und nicht mehr kontrastierend. Was fehlt ist das alte Marken-Emblem auf der Haube, hier steht jetzt prominent der Schriftzug „smart“. Hinten fallen besonders ins Auge die geänderten Rückleuchten (LED) mit ihrem dreidimensionalen Design auf.


Die eigentliche Karosserie ist gleichgeblieben ließen. Im Innenraum wurde dafür einiges geändert. Zwischen den Sitzen wurde optimiert und auf mehr Funktionalität geachtet. Vor dem Schalthebel thront jetzt eine neue Konsole mit umlaufender LED-Beleuchtung sowie ein großes und tiefes Ablagefach mit Rollo. Dort sitzen unter anderem die USB-Anschlüsse. In diesem Fach kann man auch zwei Getränkehalter platzieren, welche einsteck bar oder eben herausnehmbar sind.

 

Erkennungszeichen: Die neue wabenartige Front zeigt, dass hier die Facelift-Version parkt. Die modernen LED-Scheinwerfer passen perfekt dazu.

 

Beim Thema Konnektivität hat Smart hier deutlich nachgebessert. Ab sofort wird es gegen Aufpreis ein neues und größeres Touch-Display (acht statt sieben Zoll) mit neuen Anwendungen geben. Verbinden kann der Kunde jetzt Android-Smartphones und Apple Carplay, was bereits bei vielen Herstellern schon Standard ist hat Smart jetzt umgesetzt. Auch die Nutzung von Google Maps als Navigation und dies mit Projektion auf den 8-Zoll Bildschirm ist umgesetzt.

Top aktuell zeigt sich Smart beim Thema digitale Dienste. Über das eigene Smartphone oder die Apple-Watch lassen sich Batteriestatus und Reichweite ablesen oder die Vorklimatisierung des Cabrios steuern. Mit der  App „ready to“ kann jeder seinen Smart sogar mit Freunden, Familienangehörigen, aber auch Fremden teilen, somit sich diesen Car-Sharing-Dienst sogar bezahlen zu lassen.

Der elektrische Antrieb ist voll und ganz auf Stadtverkehr ausgelegt. Im Smart steckt eine Batterie mit einem Energieinhalt von 17,6 kWh. Das reicht für 159 Kilometer nach NEFZ. Ausreichend für den Alltag in der Stadt und stadtnahen Umgebung. Im Winter oder auch bei winterlichen Temperaturen kann die Reichweite auch unter 100 Kilometer sinken. Sicherlich noch ausreichend für den Weg zur Arbeit oder die täglichen Besorgungen

 

Info-Center: Das Cockpit vereint digitale Anzeigen mit analogem Tacho.

 

Elektrisierender Fahrspaß ist garantiert. Ein kurzer Radstand, ein Wendekreis von 6,95 Meter und mächtige Spurbreite machen den smart in Kombination mit seiner direkten Lenkung einzigartig agil. Das vollelektrische Fahrerlebnis ermöglicht eine völlig neue Dimension an Fahrspaß. Mit 160 unmittelbar verfügbaren Newtonmeter Drehmoment beschleunigen die elektrischen Modelle weit besser, als man vermutet.

Die 4,8 Sekunden für den Ampelsprint des smart EQ fortwo Cabrio von 0 auf 60 km/h reichen für erstaunte Gesichter und geräuscharmen Fahrspaß. Überhaupt spielen die neuen smart-Modelle alle Trümpfe der batterieelektrischen Antriebstechnologie konsequent aus. Besonders die radargestützte Rekuperation ist in der Stadt ein komfortables Feature. Sie lässt den smart automatisch zu einem vorausfahrenden Fahrzeug abbremsen. So werden Roll- und Bremsphasen ideal abgestimmt, um die maximale Menge an kinetischer Energie wieder in die Batterie rückführen zu können.

Um dem Fahrer das Laden so einfach wie möglich zu machen, bietet smart für seine neuen elektrischen Modelle ein umfassendes Ladekonzept. Mit seinem optionalen 22 kW-Bordlader mit Schnellladefunktion sind auch die neuen Modelle in weniger als 40 Minuten wieder von 10% auf 80% Reichweite geladen. Doch selbst wer daheim nur über eine herkömmliche Haushaltssteckdose verfügt, wird dank des geringen Verbrauchs der elektrischen Modelle von smart ein zufriedener Elektroautofahrer. Eine durchschnittliche Tagesfahrleistung lädt der smart an einer 230-V-Steckdose in circa 6 Stunden nach.

 

Egal ob es warm ist oder kalt. Der Smart ich für alles gewappnet.

 

Was uns stört sind fehlende aktuelle Features im Bereich Elektronik. Wozu brauchen wir heute noch einen konventionellem Schlüssel und auch der Schalthebel ist bei einem modernen Elektroauto doch überflüssig. Einfache Assistenzsysteme wie einen Toter-Winkel-Warner, eine Verkehrsschilderkennung oder einen Abstandstempomat suchen wir vergebens. Sicherlich der über sieben Jahre alten Architektur des smart geschuldet.

Kleines Auto, großer Preis! Leider reiht sich der elektrische EQ hier nahtlos in die Reihe der aktuellen Elektroautos ein. Das Cabrio beginnt bei 25.200 Euro und wer sich noch ein paar Extras gönnt, der liegt schnell bei 30.000-Euro.

Fazit von Maria Teresa: Nach ausgiebigem Test kann ich sagen, dass ein elektrisches smart fortwo Cabrio tatsächlich die ideale Form der Mobilität in meiner Heimatstadt Valencia ist. Lokal emissionsfrei, leise für Anwohner und Fahrer, dazu viel Spaß beim Fahren und kaum Probleme bei der Parkplatzsuche. Agilität und Praxistauglichkeit im Stadtverkehr sind ohne Beispiel und in den engen Gassen von Valencia kann ich mir nach einer Weile nicht mehr vorstellen, mit irgendeinem anderen größeren Auto unterwegs zu sein. Am praktischsten ist es natürlich, wenn man zu Hause oder am Arbeitsplatz eine passende Lademöglichkeit hat, damit man nicht auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist. Sicherlich reicht die Batterie nicht für den spontanen Trip nach Barcelona, das ist auch nicht wirklich nötig. Dafür ist das smart EQ Cabrio an der Ladesäule auch wieder schnell aufgeladen, das kann man hier mit Tapas-Essen in der Stadt verbinden, wenn die Ladesäule in der Nähe ist. Einerseits ist ein Smart EQ noch vergleichsweise teuer zu den nicht-elektrischen Varianten, andererseits bietet gerade das Elektro-Cabrio ein einzigartiges Offenfahr-Vergnügen zu einem Preis, zu dem man ansonsten kaum ein Cabriolet bekommt. Me he enamorado!

 

Heck-Tech: LED-Beleuchtung vorne und hinten gibt es im teuersten Ausstattungs-Paket Exclusive für 2290 Euro.

 

Technische Daten: Smart EQ fortwo

  • Dreitüriges, zweisitziges Cabrio
  • Länge: 2,70 Meter
  • Breite: 1,66 Meter
  • Höhe: 1,56 Meter
  • Radstand: 1,87 Meter
  • Kofferraumvolumen: 260 Liter
  • Fahrzeuggewicht: 1.125 kg
  • Antrieb: Elektro-Synchronmotor 41 kW/60 PS
  • maximales Drehmoment: 160 Nm bei 0 U/min, Heckantrieb
  • 1-Gang-Automatik
  • 0-100 km/h: 11,8 s
  • Vmax: 130 km/h
  • Normverbrauch: 15,4 kWh/100 Kilometer
  • CO2-Ausstoß: 0 g/km
  • Effizienzklasse: A+
  • Preis: ab 25.2

 

Bild: Smart

Text: Maria Teressa de Jesús Martinez Paya

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